Lieber Jakob Tscharntke,
mir wird Gottes Wort um so lieber je schlimmer ich die Welt um mich
herum wahrnehme. Vielleicht ist das auch meinem Alter (72) geschuldet,denn ich befinde mich ja auf der Zielgeraden.
Deshalb freue ich mich auf jede Predigt von Ihnen und danke Ihnen.
Vor 60 Jahren wurde bei uns in der Chemnitzer St. Johanniskirche
noch im sonntäglichen Gebet regelmäßig um "die reine Predigt Deines Wortes und den rechten Gebrauch der Sakramente" gefleht.
Politische Anspielungen gab es höchstens mal bei Theo Lehmann.
Mich bewegt die Frage, ob die Predigt auch der Ort für Politik ist.
Sicherlich hat Luther das gemacht. Er hatte aber auch nicht die
Möglichkeit, zwischen Predigt und "Kurz bemerkt" zu wählen.
Mir geht geht es um Wahrhaftigkeit und nicht um Kritik. Sie sprechen mir in beiden Fragen inhaltlich aus dem Herzen.
In Christus verbunden und vereint grüßt Sie
Ihr Falko Schmiedl